Effizientes Filmemachen bedeutet nicht nur hochwertiges Filmmaterial mit zuverlässiger Licht-, Kamera- und Tontechnik zu erstellen, sondern auch Postproduktion. Bei dieser Nachbearbeitung geben Sie Ihrem Filmmaterial den finalen und perfekten Look im Schneideraum. 

In der Vorproduktion entwerfen Sie einen Plan und die Produktion liefert Ihnen die Aufnahmen. Den Film selbst erstellen und finalisieren Sie jedoch in der Postproduktion. 

Ein solider technischer Hintergrund ist wichtig, wenn Sie einen hochwertigen Film erstellen wollen. Heutzutage unterstützen modernste Schnitt-Software und neuere Schnitttechniken, kreative Video-Editoren. Für den Bereich des Nichtlinearen Videoschnitts werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Videobearbeitungstechniken, neue Möglichkeiten in der Softwarebearbeitung und wie und wann Sie diese einsetzen. Wenn Sie diese meistern, erstellen Sie spannende Videos ganz in Ihrem Stil.

Nichtlineare Editoren (NLEs)

Vor der Ära des digitalen Videoschnitts bestand Videobearbeitung darin, Videoband-Decks miteinander zu verbinden. Videoredakteure nutzen das Quelldeck, um die zu bearbeitenden Videosegmente im Programm abzuspielen. Gleichzeitig verwendeten Sie das Plattendeck, um die Clips in das Masterprogramm aufzunehmen. Die Bearbeitung erfolgte also in sequentieller bzw. linearer Abfolge. 

Nichtlineare Editoren wie VEGAS Pro ermöglichen es dagegen, Ihre Videos in beliebiger Reihenfolge zu bearbeiten und den finalen Film zu erstellen. 

Nichtlineare Editoren arbeiten nicht-destruktiv (non-destructive): Bei der Bearbeitung bleiben die ursprünglichen Inhalte unverändert. Was auch immer Sie bearbeiten – Schnitt, Effekte, Farben etc. –, speichert ein NLE in der Projektdatei, nicht in der ursprünglichen Mediendatei. Wenn Sie Ihr Video exportieren bzw. rendern, erstellt der NLE eine neue Videodatei und lässt das Original unberührt.

Nichtlineare Editoren (NLEs)

Die Grundlagen der Schnitttechnik

In der Regel fügen Sie Ihre einzelnen Aufnahmen während des Bearbeitungsprozesses zu einem Video zusammen. Daraufhin nehmen Sie alle notwendigen Korrekturen vor: etwa Farbkorrektur, Bildstabilisierung oder Sound-Cleaning. Außerdem fügen Sie weitere Elemente wie Musik, Soundeffekte, visuelle Effekte und Titel (z. B. Bauchbinden) hinzu.

VEGAS Pro bietet eine Storyboard-Funktion, mit der Sie Ihre Aufnahmen im ersten Schritt grob sichten können: Ziehen Sie Clips in die gewünschte Reihenfolge, schneiden Sie diese zu und spielen Sie die Sequenz des Rohschnitts ab, bevor Sie in der Timeline weiter arbeiten. Die Timeline übernimmt Ihre Änderungen automatisch, sodass Sie sofort mit dem Feinschliff beginnen können.

Der Videoschnitt ist ein Handwerk, dessen Techniken sich seit den Anfängen immer weiter entwickelt haben. Gleichzeitig ist es eine Kunst, mit der Sie Ihre Kreativität entfalten und eine Geschichte auf überzeugende Weise erzählen können. Lassen Sie uns im Folgenden auf die grundlegenden Videobearbeitungstechniken eingehen und dann zu einigen Kreativtechniken übergehen.

Standardschnitt und Übergänge

Standard-Schnitt

Das ist die Basis: Ein direkter Schnitt zwischen den Aufnahmen, bei dem die nächste Aufnahme sofort dort beginnt, wo die erste endet. Aber einfach bedeutet nicht immer unkreativ. Harte, ruckartige Schnitte können für Dramatik sorgen. Im ersten Bild sehen Sie etwa einen bestimmten Kartenausschnitt und mit dem Schnitt springen Sie in eine riesige Landschaft oder eine imposante Steilklippe. Ein harter Schnitt kann auch humorvoll sein: Eine Person sagt, sie werde dies oder das unter keinen Umständen tun – Schnitt auf diese Person, die genau das macht.

Überblendungen

Filme verwenden häufig Überblendungen oder Kreuzblenden (Cross-Fades), wenn Filmemacher langsam von einer Aufnahme zur nächsten wechseln wollen. Das symbolisiert meist einen Zeitablauf oder eine Art Veränderung: etwa eine Nachtaufnahme, die sich langsam in den nächsten Morgen auflöst.

VEGAS erstellt diesen Übergang automatisch. Schieben Sie einfach einen Clip in einen anderen auf der Timeline und VEGAS erledigt den Rest für Sie, ohne dass Sie "Griffe" auf beiden Seiten des Schnittes herausziehen müssen.

J-Cut und L-Cut

Kreative Video-Editoren verwenden seit vielen Jahrzehnten J-Cuts und L-Cuts. Das verleiht einer Dialogszene visuelle Aufmerksamkeit und Spannung. Anstatt zwischen den sich unterhaltenden Personen zu wechseln, bleiben Sie bei einer Person, während der andere anfängt zu reden (J-Cut). Oder schneiden Sie die sprechende Person weg und blenden Sie die andere ein, bevor die erste Person fertig ist (L-Cut). Der Name beider Schnitttechniken kommt von deren Darstellung auf der Timeline. Der Audiotrack beginnt vor dem dazugehörigen Videotrack, was auf der Timeline wie ein "J" aussieht. Beginnt der Videotrack und folgt darauf der entsprechende Audiotrack, sehen Sie auf der Timeline ein "L". Mit der VEGAS Software können Sie spielend leicht den Audio- und Videotrack unabhängig voneinander bewegen und so L- und J-Cuts umsetzen.

Weniger häufig verwendete Schnitte

Jump Cuts

Jump Cuts treten auf, wenn Sie Einzelbilder (Frames) aus der Aufnahme aus ein und derselben Einstellung entfernen. Dadurch kann es passieren, das Objekte im Bild "springen" oder Personen in einem Interview abgehackt sprechen. Diesen Effekt können Sie jedoch kreativ ausnutzen. Zum Beispiel um einen Zeitverlauf verkürzt darzustellen und so mehr Dramatik zu erzeugen.

VEGAS Pro bietet dank der Smart Split Funktion eine Möglichkeit, ungewollte Jump Cuts zu verstecken. Dazu berechnet VEGAS Pro künstliche Frames und wandelt den Jump Cut in eine fast flüssige Bewegung um.

Wischblenden (Wipes)

Wipes sind Übergänge, bei der Sie von einer Szene zur nächsten "wischen". Obwohl sie in den Star Wars-Filmen Berühmtheit erlangt haben, verwenden sie Filmemacher heutzutage kaum noch. Der Grund: Sie sind veraltet und zu auffällig. Allerdings zeigen die Star Wars-Filme, dass Wipe-Übergänge – richtig eingesetzt – einen stilvollen Szenenwechsel ermöglichen.

Die VEGAS-Software bietet neben Wipes noch eine Vielzahl weiterer, individuell gestaltbarer Übergänge.

Kreative Filmtechniken

Unsichtbarer Schnitt (Cut on Action)

Cut on Action ist eine klassische Methode, um Schnitte zwischen zwei sehr unterschiedlichen Aufnahmen fast unsichtbar wirken zu lassen. Wenn eine Person den Flur hinuntergeht und die Tür öffnet, schneiden Sie in den nächsten Raum. Dann sieht der Zuschauer die Person den Raum betreten. Das wirkt natürlicher und die Zuschauer bemerken den Schnitt unter Umständen gar nicht.

Auf Musik Schneiden

Beim Video geht es nicht nur um bewegte Bilder, sondern auch um den Sound. Schneiden Sie auf Musik, ist diese der Taktgeber für den Schnitt. Dabei dienen der Beat oder andere Tonhöhen als Indikator.

Das Schneiden auf Musik ist mit den VEGAS-Programmen ein Leichtes. Zoomen Sie auf der Timeline in die Wellenform des Audiotracks hinein – für eine detaillierte Ansicht. So finden Sie den perfekten Ausschlag und können Ihren Videotrack exakt an diese Stelle schieben.

Cutaways oder Inserts

Cutaways dienen dazu, Jump Cuts abzudecken oder einzelne Takes in einer scheinbar kontinuierlichen Aufnahme zu verwenden. Cut away bedeutet, Sie schneiden von der der Haupt-Action zu einem anderen Ereignis, etwa einem sich nähernden Auto. Dadurch lassen sich verschiedene Aufnahmen oder solche, bei denen Sie einige Einzelbilder (Frames) entfernt haben, einfacher miteinander verbinden. Kreativ eingesetzt, können Sie so die Spannung erhöhen – indem Sie auf eine tickende Uhr schneiden, während die Darsteller im Wettlauf mit der Zeit stehen.

Kreuzschnitt (Cross-Cutting) oder Parallelmontage (Parallel Editing)

Das 1. Szenario: Gangster rauben eine Bank aus - Schnitt - gleichzeitig fährt die Polizei zum Ort des Verbrechens. Das 2. Szenario: Die Großeltern erzählen ihren Enkeln von den Abenteuern aus ihrer Vergangenheit. Mittels Kreuzschnitt oder Parallelmontage lassen sich solche Ereignisse beeindruckend präsentieren. Ein prominentes Beispiel für derartige Filmbearbeitungstechniken ist "Inception" aus dem Jahr 2010. Die fortgeschrittene Form dieser Schnitttechnik ist der Split-Screen, der in der Hulk-Verfilmung von 2003 ein tragender Moment des Films war.

Verschiedene Handlungsstränge mit dem Kreuzschnitt (Cross-Cut) zusammenfügen
Match Cuts erzeugen die Illusion eines flüssigen Übergangs verschiedener Szenen

Montage

Als kreativer Video-Editor sind Montagen meist hervorragend dazu geeignet, um einen Zeitablauf oder die Entwicklung eines Story-Elements darzustellen. Das Tempo variiert dabei: von vielen schnellen Schnitten bis hinzu wenigen längeren Übergängen. Musikalische Untermalung und Dialoge erzeugen dabei die passende Stimmung für die Montage. Diese Schnitttechnik sollten Sie sparsam und mit so viel Vielfalt und Kreativität wie möglich einsetzen.

Die vorgestellten Filmbearbeitungstechniken sollten Ihnen den Einstieg in die spannende Welt der Videobearbeitung ermöglichen. Ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profi, alle arbeiten mit VEGAS Pro schneller und intuitiver als mit anderen NLEs auf dem Markt.

VEGAS Pro - Immer einen Schnitt schneller

VEGAS Pro ist die beste Software für den Nichtlinearen Videoschnitt (NLE). Damit können Sie das auf Ihrer Festplatte befindliche Rohmaterial von analogen oder digitalen Videos bearbeiten. Kombinieren Sie also nichtlineare Videobearbeitungsfunktionen mit Effekten, Workflows und umfangreichen DVD-Authoring. 

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